Rezept für Lazy Christmas Dinner

Die Küche ist das ganze Jahr hindurch mein Büro. An Weihnachten stundenlang ein aufwändiges Menü kochen, würde sich darum wie Arbeit anfühlen. Darum serviere ich dieses Jahr eine Tavolata als Weihnachtsdinner und lege den veganen Festschmaus allen ans Herz, die sowohl gemütlich Kochen wie auch genug Zeit haben möchten, um an Weihnachten ein heisses Bad zu nehmen, und ein Glas Schaumwein zu trinken.

Die fertigen Bio-Zutaten und -Beilagen findet ihr im Bioladen und bei den Grossverteilern und könnt ihr in hübschen Schalen anrichten. Um ein komplettes Fertig-Gericht-Dinner handelt es sich bei der Travolata allerdings nicht. Beim Portobello-Mushroom-Wellington-Braten sind Ihre Kochkünste gefragt. Das festliche Gericht, eine mittelschwere Aufgabe, ist in 60 Minuten vollbracht.

Im Weihnachtsoutfit zwischen der Küche und dem Esszimmer hin und her rennen erübrigt sich: Der rein pflanzlichen Braten muss nicht à la minute serviert werden. Sie können ihn im Ofen warm halten bis die Gäste eingetroffen sind. Ich wünsche Ihnen besinnliche und stressfreie Feiertage!

Zutaten für das Lazy X-Mas-Dinner

  • Diverse Aufstriche & Dips (Hummus; Babaganoush, Soyanada-Frischkäse mit Meerrettich, Ajvar
  • Bio-Oliven
  • Auserlesene, vollwertige Bio-Brote
  • Dolma oder Warak Iinab (Gefüllte Weinblätter mit Reis)
  • Rotkraut (Warm in der Pfanne kochen)
  • Sauerkraut (Warm in der Pfanne kochen)
  • Gefüllte Weinblätter mit Reis
  • Tofu-Terrine von Taifun
  • Portobello-Mushroom-Wellington
  • Früchteplatte mit Clementinen, Kakis, Orangen und Trauben.

Rezept für Portobello-Mushroom-Wellington Braten

Besteck aus dem Brockenhaus und auch von Ikea, andere Gefässe by en Soie.

Unter strenger Beobachtung

Lesen Sie den Bericht vom Beobachter über verschiedene Menschen, die sich für den Veganismus engagieren. Zu Wort kommt auch Lauren Wildbolz , die von der Vielfalt der veganen Küche schwärmt und über die vegane Ernährung von Schwangeren und Kleinkindern spricht. Über dieses Thema hat sie auch ein Kochbuch verfasst in Zusammenarbeit mit drei Fachexperten.

Der letzte Schritt vom Vegetarier zum Veganer

Kein Land auf dieser Welt konsumiert mehr Milchprodukte als es die Bewohnerinnen und Bewohner der Schweiz tun. Viele Menschen, die sich vegetarisch ernähren, können sich ein Leben ohne Käse kaum vorstellen. Darum fällt es ihnen schwer, den nächsten Schritt zu machen und ganz auf tierische Produkte zu verzichten. New Roots macht es nun für jeden Genussmenschen leichter. Ihr veganer Käse, der 100% handgefertigt und biologisch ist, schmeckt hervorragend und reift auf der Basis von Cashewnüssen. Hier geht’s lang zur schön aufgemachten Webseite mit spannenden Details zur innovativen Produktionsmethode und der Philosophie von Alice und Freddy.

 

 

Der schwarze Gang – Manifest by Good food for you

Es ist eine essentielle ethische Zutat unserer neuen, gastrosophischen Küche, die wir hervorheben möchten: Kunst in Form eines forschenden Prozesses, welche Fragen zum Kochen und zur künstlerischen Inszenierung aufgreift. Inspiration dafür sind die Köche des Nordic Food Lab, welche durch philosophieren und kritische Selbstre exion über das Essenmachen berichten: «Why do we work with the ingredients we do, why do we choose to work with them in the ways we do, and are these decisions, taken together, a ‹cuisine›?» Essenmachen und Ambiente schaffen verlangen nicht bloss gekonntes Handwerk, sondern vor allem die Bereitschaft, darin Wissenschaft und Feinsinnigkeit, menschliche Intelligenz und Kreativität zu kombinieren.

Wir verwenden die Werkzeuge der Emotionalisierung, beispielsweise mit der Backgroundmusik, denn der Ton macht den Appetit. Dank neurogastronomischen Experimenten folgen wir einer Empfehlung der Oxford University, die in mehreren Studien untersucht hat, wie Töne unsere Geschmacksknospen sensibilisieren.

Wir riechen, sehen und schmecken das Essen nicht nur, wir fühlen und hören es auch. Unser Genuss ist multisensorisch. Speiseteller werden beispielsweise in unterschiedlichen Farben gewählt, um durch Komplementärkontraste die subjektive Wahrnehmung zu schärfen. Wir versprechen verheissungsvolle Farbassoziationen des Essens. Mit diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit Hilfe einer selbst ent- wickelten Gastronomie-Methode realisieren wir ein ethisches sowie ästhetisches Temporär-Restaurant- Konzept. Dabei denken wir den Akt des Essens immer als künstlerisches Medium. Unser Mehrgang-Menü vollbringt eine ethische Reinwaschung.

           Bild: Ein Teil des Kollektiv “Good food for you”.

Das gastroethische Gebot lautet nicht, jede feine Küche muss zwingend eine vegane Küche sein. Eine solche Verzichtsmaxime ist weder realistisch noch sachlich korrekt. Trotzdem sollten sich gerade Köche, Künstler und Szenografen der künstlerischen Herausforderung stellen und sich dieser Thematik widmen.

„Wir kochen und inszenieren in Räumen auf Zeit und in Kombination mit Wissenschaft, Ethik und Kreativität.“

Alle Fotos von Manuela Rüegg

Dîner sur l’herbe

Ein Restaurant für 6 Gäste ohne Wände, dinieren auf einer saftigen grünen Wiese, an einem der letzen Sommertage in Zürich dieses Jahr.

Auf einer Wiese im Rieterpark Zürich habe ich ein Mehrgang-Dinner inszeniert, eine kleine Tafel im japanischen Stiel gedeckt und meine Freunde zum mehrgängigen «Diner sur l’herbe» eingeladen. Draussen unter freiem Himmel entstand eine magische Stimmung als die Kerzen angezündet wurden und die erste Gäste eintrafen. Alles weitere und was es zu Essen gab, bleibt im Reich der Imagination.

Gasherd vom New Asia Market in Zürich.

Einbauspüle von IKEA.

More.

Clean Food for Carnivores @ Food Zürich.

Neu sehen, riechen, schmecken und hören. Das Kunstkollektiv „Good Food for you for free“, namentlich die Künstlerinnen Claudia Marolf, Szenografin Helen Prates de Matos und die Kochaktivistin und Veganerin Lauren Wildbolz, haben hehre Absichten: An einem Abend werden die Restaurantbesucher auf allen Sinnesebenen bewirtschaftet. Im Focus stehen die Auseinandersetzung mit den üblichen Essgewohnheiten und die bewusste Auflösung der vertrauten Denkstrukturen. Daraus entsteht ein narratives Raumerlebnis mit wissenschaftlicher Einbettung von Geruch, Geschmack und Tonalität.

Facts: Mo. 11.09.2017, 18:30 –22:30Uhr Experimentelles, 6 Gang plant-based Dinner für CHF CHF 50.- pro Person (exkl. Getränke).

Anmeldungen für das Dinner-Experiment auf infogoodfoodforyou@gmail.com

Vegan Soirée mit Rike Schindler & Lauren Wildbolz

Vegan Soirée – Durch den Abend mit Lauren Wildbolz & Rike Schindler.

Die Züricher Koch Aktivistin Lauren Wildbolz trifft auf die Berliner Chef Köchin Rike Schindler (NoTiers). Wir bekochen euch im Rahmen der Dinner Soirée Reihe mit einem einmahligen 6 Gäng Menü am 24 August in dem Himmelreich (Loft) im Supertanker in der Binz Zürich.

Menü des Abends
1.) Marinierte Sommer Gemüse-Triologie mit Zitrone und Kräutern aus dem Garten
2.) Rawlasagne mit selbstgemachtem V-Frischkäse und Zedernkernparmesan
3.) Fermentierte Gurke mit geeistem Pesto
4.) Portobello-Pilz-Burger mit Beetrootmedaillon an Erdfrüchtestampf mit Feigenjus und Sauerkirschen
5.) Dreierlei Schokolade
6.) Viererlei fermentierter Kernkäse mit gerösteten Rosmarin-Trauben

Rike wird uns an diesem Abend Geschichten aus Berlin erzählen und wie sie zur Köchin wurde.

-> Reservierungen per EMail sind dringend erforderlich denn die Plätze sind begrenzt in der Lofft auf dem Dach des Supertankers.

Teilnehmen könnt ihr für 75.-CHF (Speisen ohne Getränke)
Details zur Bezahlungsweise erhaltet ihr mit der Reservierungsbestätigung.

Eure Reservierungsanfrage schickt bitte an info@vegankitchen.ch mit dem Betreff „Vegan Soirée mit Rike“. Ganz einfach 🙂

Wir freuen uns!

Vegan Soirée mit Rike Schindler & Lauren Wildbolz am 24. August /19:3023:00 im Himmelreich des Supertankers an der Binzstrasse 23, Zürich 8045

Okja ist ein Must-See

Unser neuer Lieblingsspielfilm heisst ab sofort Okja.

Okja ist ein von Netflix produzier Spielfilm der weltweit in vielen Ländern auch in den Kinos seit Mai angelaufen ist. Die endgültige Version von Okja enthält eine brutale Schlachthaus-Szene, die wahrscheinlich in den Händen einer anderen Produktionsfirma niemals so gefilmt worden wäre. Ohne sie wäre Okja aber nur komisch, anstatt aufrüttelnd, denn der Filmemacher Bong Joon Ho zeigt geduldig und in totaler Schärfe die grausame Natur der Massenporduktion von Tieren. Der Film ist nicht polemisch, jedoch hat genau deswegen Okja eine nachhaltige Wirkung, indem er jeden dazu zwingt, zu überdenken, wo das Essen herkommt und welche Mechanismen die Werbung und PR in Kraft setzen, um die Wahrheit zu vertuschen.

Anschauen kann man sich Okja auf netflix.com

Und für alle, die noch nie ein Netflix-Abo gelöst haben: der erste Monat ist gratis und kann jederzeit problemlos gekündigt werden.